"In der Natur ist uns alles gegeben,

 

was wir zum Schutz und zur Erhaltung der Gesundheit brauchen."

  Alfred Vogel  (1902 - 1996)  

          

Der Kögel-Willms-Heilpflanzengarten soll Anregung sein, sich den heimischen Heilpflanzen zu nähern. Der Verein bietet verschiedene Möglichkeiten die Schönheit, Wirksamkeit und Geheimnisse der Pflanzen zu entdecken.

 

Wir haben folgende Ziele:  

  • Erhaltung und Verbreitung von Wissen über die heimischen Kräuter
  • Darstellung des Gesundheitsaspektes in zentraler Lage Rastedes
  • monatliche Führungen ( in der Saison) für interessierte Rasteder Bürger und auswärtige Gäste, sowie Führungen von Gruppen auf Anfrage
  • praxisnahe Seminare über Heilpflanzen als Lebens- und Heilmittel, sowie für die Zubereitung von Tees, Salben, Tinkturen, Säften, Speisen, Marmeladen, Likören.
  • Vertiefung der Kenntnisse und Fertigkeiten der aktiven Mitglieder

 

Während der Gartensaison pflanzen und pflegen wir die Beete an den Dienstagvormittagen. Zu dieser Zeit kann der Garten auch gern besucht werden.

Die Pflege und Weiterentwicklung des Gartens wird durch Mitgliedsbeiträge und viel ehrenamtlicher Arbeit der Mitglieder ermöglicht.

Ebenso wird der Heilpflanzengarten von unseren Fördermitgliedern unterstützt, wofür wir sehr dankbar sind.

Auch Sie sind uns als aktives Mitglied oder auch als Fördermitglied  herzlich willkommen.

 

Brennnessel -Urtica dioica-

Heilpflanze des Jahres 2022 

 

Die Brennnessel ist vielseitig verwendbar, am meisten jedoch als heilsames Kraut. Sie gilt als eine der besten blutreinigenden und gleichzeitig blutbildenden Heilpflanzen. Mit einer Brennnesseltinktur wird die Frühjahrsmüdigkeit vertrieben.

Anwendungsgebiete findet man bei Erschöpfungszuständen, Rheuma, Arthrose, sowie bei Hauterkrankungen. Sie wirkt antioxidativ und entzündungshemmend, durchspülend, fördert die Wasserausscheidung. Forscher haben herausgefunden, dass die Wurzel eine abschwellende und antientzündliche Eigenschaft bei gutartiger Prostatavergrößerung hat.

In den Blättern und Stängeln finden sich viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, die zu den Polyphenolen zählen, aber auch Mineralstoffe wie Kieselsäure, Kalium- und Kalziumsalze, die insbesondere harntreibende Eigenschaften haben.

Ebenso in der Küche findet sie Verwendung. Die Blätter und Samen mit ihrem nussigen Geschmack sind selbst kulinarisch ein Genuss: Ob als Suppe, Salat oder zubereitet wie Spinat.

 

Inhaltsstoffe: Nesselgift, Vitamine, Mineralien, Eisen, Histamin, Sekretin

Blätter: Teeaufguss, Trockenextrakt, Frischpflanzensaft, frisch zubereitet.

Wurzel: Trockenextrakt, Tinktur

Wichtig zu wissen: Bei Ödemen (Wassereinlagerungen) infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit sollte keine Durchspülungstherapie mit Brennnesselblättern, -kraut und -wurzeln erfolgen.

 

Mönchspfeffer-Vitex agnus-castus-

Arzneipflanze des Jahres 2022

 

Der Mönchspfeffer (Keuschlamm) ist eine sehr altertümliche Heilpflanze und hat seinen Ursprung im östlichen Mittelmeerraum.

Er wird bis zu sechs Meter hoch, als wachsender Strauch oder Baum. Seine fünf bis zehn Zentimeter langen, spitzen Blätter sind langgestielt und fingerförmig. Sie sind auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite weiß, filzig und verströmen einen sehr aromatischen Geruch. Die kleinen, duftenden zartblauen bis hellvioletten oder weißen Blüten bilden ährenartige Blütenstände. In ihnen reifen die rot-schwarzen Früchte, die etwa so groß wie ein Pfefferkorn werden.

In den Klostergärten des Mittelalters wuchsen neben Gewürz- und Heilpflanzen auch Pflanzenarten, die der „Abkehr von weltlicher Liebe“ dienten. Die Mönche konnten die scharf schmeckenden Samen als Gewürz für ihre Speisen nehmen und hatten einen willkommenen Nebeneffekt. Im Mittelalter wurde der Mönchspfeffer zum Symbol des enthaltsamen Mönchslebens.

Verwendung heute:

Prämenstruellen Syndroms, Wechseljahresbeschwerden, dopaminerge Wirkung, Wirkung auf die Hypophyse zur Regulierung der Hormonausschüttung, wissenschaftlich nachgewiesen!

 

Inhaltsstoffe: Fettes Öl, ätherisches Öl, Flavone, Iridiode, Aucubin, Agnusid, Casticin

Blütezeit:  Juli und September

Ernte: Früchte im Oktober

Wir weisen dringend darauf hin, sich bitte vor der Einnahme stets gut zu informieren.

Mönchspfeffer ist als Tablette, Kapsel und als Tee in Apotheken erhältlich!