- 2021 -

 

HERZLICH WILLKOMMEN  AUF UNSERER HOMEPAGE!

 

 

Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten ist, Zeit, Zuwendung und Raum.

                                                                                                Dieter Kienast (1945-1998)

Der Kögel-Willms-Heilpflanzengarten soll Anregung sein, sich den heimischen Heilpflanzen zu nähern. Der Verein bietet verschiedene Möglichkeiten die Schönheit, Wirksamkeit und Geheimnisse der Pflanzen zu entdecken.

Nach der Eröffnung im Juni 2009 haben wir folgende Ziele:  

  • Erhaltung und Verbreitung von Wissen über die heimischen Kräuter
  • Darstellung des Gesundheitsaspektes in zentraler Lage Rastedes
  • monatliche Führungen ( in der Saison) für interessierte Rasteder Bürger und auswärtige Gäste, sowie Führungen von Gruppen auf Anfrage
  • praxisnahe Seminare über Heilpflanzen als Lebens- und Heilmittel, sowie für die Zubereitung von Tees, Salben, Tinkturen, Säften, Speisen, Marmeladen, Likören.
  • Vertiefung der Kenntnisse und Fertigkeiten der aktiven Mitglieder

Während der Gartensaison pflanzen und pflegen wir die bereits 8 Beete an den Dienstagvormittagen. Zu dieser Zeit kann der Garten auch gern besucht werden.

Die Pflege und Weiterentwicklung des Gartens wird durch Mitgliedsbeiträge und viel ehrenamtlicher Arbeit der Mitglieder ermöglicht.

Ebenso wird der Heilpflanzengarten von unseren Fördermitgliedern unterstützt.

Auch Sie sind uns als aktives Mitglied oder auch als Fördermitglied  herzlich willkommen.

Armoracia rusticana

Heilpflanze des Jahres 2021 -Meerrettich-

 

Seit dem 12.Jahundert ist der Meerrettich (Kren) als Heilpflanze bekannt. Er wird bis zu 1,5 Meter hoch und  besitzt eine fleischige Wurzel. In dieser Wurzel befinden sich entzündungshemmende Stoffe, die Glucosinolate (Senfölglykoside), sowie die Vitamine C, B1 und B2.

Die sogenannten Senföle verhindern, dass sich Bakterien vermehren und helfen so dem Körper bei Infekten, besonders bei einer aufkommenden Blasenentzündung. Bei Erkältungen wirkt sie ausserdem schleimlösend. Der Meerrettich ist daher ein pflanzliches Antibiotika. Auch bei Insektenstichen und Zahnschmerzen  hat sich die geriebene Wurzel schon bewährt. Man kann aus ihr auch einen Meerrettich-Honig herstellen.

Aber Achtung: Zuviel davon kann Magen -u. Darmbeschwerden auslösen.

Sammelzeitpunkt der Wurzel: (September - März)

Im Sommer kann man die nach Honig duftenden, und leicht scharfschmeckenden Blüten für Salate nutzen.

Commiphora molmol

Arzneipflanze des Jahres 2021 -Myrrhenbaum-

 

Der Myrrhenbaum ist ein Balsamgewächs, sein Gummiharz gehört zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit und wurde schon von Hippokrates (460 v. Christ.) verwendet. In der Medizin des Mittelalters finden sich ebenfalls erste Hinweise auf die Anwendung bei entzündlichen Darmerkrankungen. Hier wird die Myrrhe als Mittel bei „Verschleimung“ von Magen und Darm empfohlen.
Wichtige Inhaltsstoffe sind das ätherische Öl, Harz sowie Bitter- und Gerbstoffe. Sie wirkt adstringierend, das heißt sie zieht die äußeren Schichten der Schleimhaut zusammen und wirkt so wie ein Schutzfilm und lindert so z.B. auch Darmkrämpfe.  Es ist nun festgestellt worden, das Myrrhe in Verbindung mit Kamille und Kaffeekohle tatsächlich eine Beschwerdefreiheit bei chronischen Darmerkrankungen, wie z.B. colitis ulcerosa, hervorbringt.
Es wirkt zudem desinfizierend, fungicidal und eben wundheilend, auch für Mundspülungen bei z.B. Aphten zu empfehlen.
Myrrhe gibt es in Form von Tabletten, Tinkturen, Öl, Tee, oder als Harzklümpchen auch für Räucherungen.
Erhältlich in Apotheken!